Samstag, 27. Juni 2020

Traum unterm Lindenbaum






Unter einem Lindenbaum
Saß ein junges Mädel fein.
Der Blütenduft betörte sie
und wohlig träumend schlief sie ein.

Sie träumte von ihrem Herzensblatt,
Er küsste sie inbrünstig auf den Mund.
Das Mädchen genoss im Traum den Kuss …
Es war nur eine Blüte, die fiel herab.





© Ingrid Horn




Sonntag, 19. April 2020

Gedanken zur Mitmenschlichkeit


Geschriebene Gedanken im März 2010 


Ich habe es aufgegeben, mich zu wundern über die Dinge, die da nicht so laufen wie sie sollten. 

Unser Gesellschaftsbild, unsere Ethik und Moral auf gesellschaftlicher als auch auf beruflicher Ebene hat sich und entwickelt sich noch immer weiter in eine unmenschlichere Richtung.
Das Übel liegt in der Wurzel - wie immer. Die Globalisierung verschärft die Situation erheblich. Wer steigt auf – wer wird geduckt oder schlimmeres, nieder getrampelt.
Es wird popularisiert, manipuliert und spekuliert weltweit – keiner will verständlicherweise der Verlierer sein. Muss das sein in dieser Form?
Viele bleiben dabei unverschuldet auf der Strecke.
Diese Dinge kann ich nicht ändern. Schimpfen nützt nichts – es verhallt in der Weite.

Was ich aber kann, ist zu versuchen, mein unmittelbares Umfeld durch mein eigenes Engagement in zwischenmenschlicher und gemeinnütziger Hinsicht positiv vor zu leben.
Es fängt in den eigenen vier Wänden an und trägt sich in die Gemeinde fort.

Ich bete oft:
Herr, lasse mich das Richtige hören, damit ich agieren kann.
Lasse mich die richtigen Worte im richtigen Moment finden.
Lasse mir die Kraft meiner Hände für das Zupacken am richtigen Ort
Und helfe mir die jeweils richtige Entscheidung zu treffen.

In der Gemeinde, in der ich lebe, ist es nicht anonym. Traditionen und Nachbarschaftshilfe werden hier noch groß geschrieben. Trotzdem gibt es natürlich auch hier Neid und Missgunst sowie Hader. Es ist hier einfacher auf Menschen zuzugehen, als in einer Großstadt. Aber selbst im Einfamilienhaus könnte man anfangen, sich selber einzubringen bei Bedarf. Wenn es aus einem Selbstverständnis her rührt und man nichts erwartet wird man oft überrascht.

Das ist zumindest meine Erfahrung.

Heute, 10 Jahre später: es hat sich nichts aber auch gar nichts geändert!

Passt gut auf euch auf!

© Ingrid Horn


Freitag, 10. April 2020

Ostern 2020



Ostern 2020

In den vergangenen Jahren habe ich öfters zu religiösen Festen meine Gedanken hier mit euch geteilt. Wie sehr wird sich dieses Jahr Ostern von den anderen wohl unterscheiden!

Mir liegt nicht daran, hier jetzt groß zu der derzeitig herrschenden Corona-Epidemie noch meinen „Senf“ hinzu zu geben. Man kann es von morgens bis abends hören, lesen und im TV verfolgen.

Man kommt aber nicht daran vorbei festzustellen, dass dieses kleine Virus unseren Erdball fest im Griff hat und sicherlich noch viele Menschen fordert und ein Umdenken in vielen Bereichen notwendig ist, um die Zukunft für unsere Nachkommen zu sichern.
Es hat schon viele Epidemien gegeben, die weltweit um sich griffen, aber in diesem Ausmaß gab es das noch nie. Ursache der explodierenden Ausbreitung ist in erster Linie die global verflochtene Wirtschaft, die es früher in dieser Form noch nicht gab.

So verbringen wir den aufgestellten Regeln entsprechend das Heute. Alles läuft anders und ich hoffe, dass es auch breitflächend eingehalten wird.

Nichts wird mehr so sein, wie es war. Die Natur zwingt uns ein schon lange notwendiges Umdenken auf und es kann nicht immer nur um Maximierung gehen, in welcher Form auch immer.

Ostern selber, die Bedeutung dieses hoch christlichen Festes aber bleibt bestehen - da wird sich nichts ändern. Jeder, so er denn möchte, kann diese Feiertage dazu nutzen, sich um die Bedeutung dieses Festes einmal mehr vor Augen zu führen.

Ich frage mich allerdings, wie reagiert die Menschheit nach Corona? In diesen Zeiten bitten und flehen sie vielleicht sogar, dass der bittere Kelch an ihnen vorüber gehen möge und ist er dann vorüber - wird es etwas mit den Menschen wirklich machen?

Ich werde noch einmal gut darüber nachdenken und werde diese Tage dazu nutzen.

Ich wünsche euch allen hier fröhliche aber auch besinnliche Osterfeiertage und passt gut auf euch auf , bleibt gesund und schicke liebe Ostergrüße zu euch.

Eure Ingrid Horn

Freitag, 14. Februar 2020

Grüße in die Welt



Einen lieben Gruß nach draußen in die Welt
für Groß und Klein
schicke ich diese Herzen zu Dir ins Heim

Ingrid


© Ingrid Horn


Donnerstag, 30. Januar 2020

Maßliebchen





Der Januar neigt sich seinem Ende zu und auf der Wiese blühen die Maßliebchen oder auch Gänseblümchen genannt und haben quasi gar nicht aufgehört zu blühen in diesem Winter, der eher einem Spätherbst gleicht - noch!

Ich bewundere diese kleine essbare Blume, die, wie es scheint, unerschrocken ihrer Bestimmung folgt und allen Wettern trotzt. Die uns in ihrer Einfachheit so sehr erfreut und nicht zuletzt auch Kraft spendet und einmal über sich selbst nachdenken lässt . . . Es könnte auch als Vorbild gesehen werden für das eigene Ich.


Montag, 13. Januar 2020

Haiku XIV.




Kinder des Frostes

sind Eisblumen am Fenster

Vergänglichkeiten

(2020)


©Ingrid Horn

Samstag, 21. Dezember 2019

Wachet auf, wachet auf . . .




Adventszeit, Weihnachtszeit, Kerzenzeit . . .
Kerzenlicht: in die Flamme schau’n, den feinen Duft des Bienenwachses wahrnehmen und genießen. Eine kostbare Zeit, die man sich nehmen sollte. Vielleicht noch leise adventliche Hintergrundmusik macht es vollkommen. Man könnte auch selber Weihnachtslieder singen, was ich sehr gerne mag und wenn mein Schatz dazu noch die musikalische Begleitung spielt, breitet sich in mir sehr viel Ruhe und Wohlbefinden aus.

Heute, einen Tag vor dem vierten Advent, in drei Tagen ist bereits schon Heilig Abend. Die morgendlichen Nachrichten gehört und in mir steigt eine Menge Unmut auf. Die Manipulation und Hetze findet kein Ende. Viele Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. Respekt und Toleranz ist anscheinend nicht „in“.
Ich kann gar nicht alles aufzählen, was in meinen Augen in unserer Zeit verkehrt läuft. Dieses Konto ist immens angewachsen und es scheint immer noch ärger zu kommen.

Die Weltordnung droht total aus dem Ruder zu laufen und das Geschachere wird immer dreister. Es raubte mir schon so manchen Schlaf. - Nein, Angst habe ich nicht um mich, wohl aber um die nach mir kommenden Generationen.

Ich frage mich, wo ist noch richtige Weihnachten in dieser Welt?

Deshalb werde ich diesen lauten Lärm draußen vor lassen. Möchte mir Zeit nehmen für Besinnlichkeit und innere Einkehr sowie traute Gemeinsamkeit mit meinen Lieben. Frieden, welcher mir Kraft gibt für mein Denken und fühlen. Das sollte aber nicht nur zur Weihnachtszeit so sein, sondern immer wieder durch das ganze Jahr hindurch. Nur so können wir ein friedvolles Miteinander erreichen.

Ich wünsche allen, die dies lesen, eine besinnliche und gesegnete Weihnacht, kommt gut ins Neue Jahr! Möge es sein Füllhorn voll Segen, Gesundheit und Zufriedenheit über uns alle ausschütten. Dann wird die Welt ein wenig wärmer und heller . . .

© Ingrid Horn