Donnerstag, 3. Januar 2019

Neujahrstag 2019 - Traum





An diesem Neujahrsmorgen hatte ich ein wunderschönes Erwachen.

Ich wandere auf einem goldgelben sandigen Wanderpfad. Rechts und links zu meinen Seiten blühende Wiesen mit vielen verschiedenen Pflanzen und Blumen, hier und da steht ein Busch, eine Zwergkiefer , zwei, drei zusammenstehende Birken in ihrem jungfräulichem Grün sowie Wacholder. Vor mir am Horizont erhebt sich ein Mischwald. Sonnenstrahlen tauchen die Landschaft in ein besonders ansprechendes Licht. Mir ist ganz leicht ums Herz. Mit einem weichen Lächeln wandere ich dem Wald zu und dabei versuche ich, meine Gefühle und Eindrücke an diesem ersten Morgen des neuen Jahres in poetische Reime zu formen - es will mir einfach nicht so recht gelingen.
Derweil ist in der Luft ein Schwirren und Summen von Schmetterlingen, Bienen und Hummeln und anderen Insekten, die von Blüte zu Blüte fliegen und sich am Nektar laben.
Oh, hier raschelt es! - Ein Mäuschen läuft flink seinem Erdloch zu - dort ein Wildkaninchen! Die Wiesen sind voller Leben. Ein leiser Wind wiegt die Blüten und vom Himmel höre ich zwitschern, tschilpen und tirilieren. Aus dem nahen Waldrand ruft ein Kuckuck. Ein Reh kommt vorsichtig aus dem Unterholz, bleibt stehen und nimmt Witterung auf.
Leichten Fußes bewege ich mich dem Walde zu . . .

 Als ich aufwachte, war immer noch dieses Lächeln auf meinen Lippen und man mag es glauben oder nicht, diese Leichtigkeit und Freude fühle ich immer noch in mir. Ein wirklich schöner Jahresanfang.

Leben, ich komme(!) . . . mit neuem Mut und Kraft  etwaigen Wellentälern des Lebens zu trotzen. Weiß ich doch aus Erfahrung,: Leben ist wie das Meer oder auch, wie die Berge zu den Tälern gehören. Es ist alles gut!

© Ingrid Horn

Samstag, 22. Dezember 2018

Was ist die Botschaft zu Weihnachten?




Christus sagt, so heißt es nach Johannes 10,10: Ich will, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben.

     Ist das jetzt eine Aufforderung dazu, Weihnachten mit Geschenken zuzudecken? Welche Art der Fülle des Lebens ist eigentlich gemeint?

     Jeder mag an etwas anderes denken, aber ich glaube nicht, dass damit materielle Geschenke gemeint sind. Liebe, Geborgenheit, Vertrauen, Gesundheit sind die elementaren Grundstöcke zu einem reichen, ausgefüllten Leben.

     Die Vorweihnachtszeit, die im Kommerz leider bereits spätestens im September beginnt, dient anderen Zwecken.

     Für viele Menschen bedeutet das Weihnachtsfest kein Fest im ursprünglichen Sinne mehr. Sie fühlen sich allein - aus welchen Gründen auch immer - und verbinden das Fest in erster Linie mit einem Familienfest. Sie sind froh, wenn die Feiertage vorüber sind. Damit ist aber auch der Blick auf die Geburt Christi verloren gegangen. Gottes Sohn, durch ihn kommen wir zu unserem Herrn, Gott, der ihn den Menschen gleich setzte.
Weihnachten ist ein Fest der Geburt Gottes Sohn hier auf Erden und um Frieden in die Herzen der Menschen zu bringen.
Frieden im Herzen aller Menschen? Ist doch richtig utopisch, nicht wahr?

     Ist es nicht beispielsweise ein bisschen Weihnachten, wenn das Personal im Krankenhaus den Menschen dient? Überhaupt gilt dies für alle in sozialen Einrichtungen arbeitenden Menschen, nicht nur über diese Festtage! Wir nehmen so vieles als zu selbstverständlich hin. Im übrigen denke ich auch hier an Menschen, die ihre Zeit an vereinsamte und oder kranke Menschen selbstlos schenken. Sich mit Ihnen unterhalten, ihnen die Aufmerksamkeit zuteil werden lassen, um ein wenig Licht in ihr Dasein zu bringen.

     In der Tat gibt es eine Vielfalt von Gründen, uns besonders zu Weihnachten die eigene Situation bewusst zu machen. 

     Wie denken die Obdachlosen, die aus der Bahn geworfen wurden und nicht, weil sie faul sind - nein, weil sie in einer prekären Lebenslage waren, mit der sie nicht fertig wurden und dann ein verhängnisvoller Rattenschwanz sie in die Obdachlosigkeit trieb.
Wie denken die Menschen, die ihre Kinder nicht beschenken können, weil sie am Rande des Existenzminimums leben?
Der alte Mann in der belebten weihnachtlich geschmückten Einkaufsstraße, der auf dem kalten Boden sitzt, notdürftig mit einer Decke unter sich und einer Mütze vor sich, um Almosen bettelnd - was mag er denken?

     Sicher gibt es auch Bettler, die darauf spezialisiert sind, den Leuten über ihr Mitgefühl die Geldbörse zu öffnen - die sind hier nicht gemeint. Man muss schon richtig hinschauen . . .

     Inwieweit ist unsere Nächstenliebe gefragt und gefordert in Bezug auf die heutigen „Völkerwanderungen“? 
All dieses ist auch oder sollte zumindest in einer besinnlichen Weihnachtszeit mal in Frage gestellt werden.

     Lassen wir es selber weihnachten im Sinne des Miteinanders! Jeder so wie er kann und dies das ganze Jahr über!

     Aus diesem Gedankenkontext heraus wünsche ich allen Besuchern hier 



ein besinnliches, gesegnetes und auch fröhliches Weihnachtsfest
sowie ein gesundes und erfülltes Neue Jahr

 

© Ingrid Horn

Dienstag, 18. Dezember 2018

Haiku Dez.18





Gestern reines Weiß

heute alles weg getaut

flüchtiger Winter


© Ingrid Horn   17/12/2018

Sonntag, 9. Dezember 2018

Advent 2018



Prolog

Den Adventskranz führte der ev. Theologe Johann Hinrich Wichern (1808 - 1881) 1833 ein. Damals hatte der Adventskranz noch minimal 18 Kerzen, wenn der Heiligabend mit dem 4. Advenssonntag zusammenfällt, bis maximal 24 kleinen Kerzen, wenn Heiligabend auf einen Sonnabend fällt mit zusätzlich 4 Kerzen (für jeden Advendssonntag eine). Der traditionelle Wichernsche Adventskranz entwickelte sich später zu einem Kranz mit nur 4 Kerzen und seit etwa 1860 wird er aus Tannengrün gefertigt.
1925 wurde der Adventskranz erstmals in einer katholischen Kirche in Köln aufgehängt und München folgte 1930.
Ausführlicher kann man sich in Wikipedia informieren unter  https://de.wikipedia.org/wiki/Adventskranz


  * * *


Adventszeit im Jahre 2018

Heute Morgen wird auf dem Adventskranz bereits die 2. Kerze angezündet. Was verbinden wir eigentlich noch mit dieser Vorbereitungszeit auf die Feier der Geburt Christi? Ist es mit Plätzchen backen, Geschenke besorgen und dergleichen getan? Ist es überhaupt wichtig, es zu tun?
Ich denke N E I N! Als viel wichtiger ist für mich die Besinnung auf die Bedeutung des Weihnachtsfestes. Hetze und Stress dürften eigentlich keinen Platz in diesen kurzen Wochen vor dem Fest haben.
Inzwischen mutierte Weihnachten in vielen Fällen eher zu einem reinen Familienfest. Das sollte doch eher sekundär sein und die Geburt Christi sollte im Mittelpunkt stehen! Sicher kann man es kombinieren, aber der tiefere Sinn unseres christlichen Glaubens ist doch der eigentliche Knackpunkt des Festes. Familienzusammenkünfte kann man durchaus im Jahresverlauf je nach belieben veranstalten, die Geburt Christi können wir eben nur am 24. Dezember feiern.
Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon, wie einige Menschen jetzt die Hände über ihren Kopf zusammenschlagen . . . ist doch öde, oft gibt es Streit oder auch unterschwellige Differenzen kommen an den Tag und darauf hat man keinen Bock. Wie wäre es, wenn man etwaige Unstimmigkeiten umgehend bereinigt, wenn sie auftreten und zwar in respektvoller Art und Weise.
Die Adventszeit lädt uns zur Besinnlichkeit und der inneren Einkehr ein - soweit der Alltag dies zulässt. Kerzenlicht spendet Wärme, Behaglichkeit und Hoffnung. Auch adventliche Musik stimmt uns freudig auf das Fest ein. Die Menschen, die gerade einen herben Verlust eines geliebten Menschen hinnehmen mussten, können Hoffnung und Trost in der Liebe Gottes finden. Seine Wege sind nicht immer gleich zu verstehen, aber meistens im Nachhinein.

Vergessen wir nicht: Niemand ist wirklich allein - auch wenn wir dies nur erfühlen können. Gott ist mit dir - immer. Diese Erkenntnis tröstet und gibt uns Kraft. Auch diese Gedanken gehören in die Adventszeit.

Genießen wir diese Zeit der Adventszeit, kommen wir innerlich zur Ruhe, nur so finden/erhalten wir die eigene Balance.

Die Menschen, die einen anderen Glauben haben oder vielleicht gar keinen, die Besinnung auf sich selber täte auch ihnen gut, ist Balsam für die Seele.

Allen Lesern hier wünsche ich eine harmonische und besinnliche Zeit mit viel Vorfreude auf das Christfest.


©Ingrid Horn


Dienstag, 13. November 2018

Montag, 12. November 2018

Ein Konzertabend in Ostfriesland






Angelika Milster ist zur Zeit auf ihrer Marathon-Tournee und gastierte vor ca. zwei Wochen unweit von uns. Mein Schatz kaufte per Internet Konzertkarten für diesen Event bereits vor vielen Monaten und die Vorfreude war sehr groß. H. bedauerte nur, dass wir zwar in der ersten Reihe sitzen würden, aber es war nichts mehr zu machen, es würden die letzten beiden Plätze ganz rechts außen sein. Das war aber doch sekundär, meinte ich, denn es kam ja auf die Darbietung an und ich konnte mir nicht vorstellen, dass der Genuss dadurch groß geschmälert sein könnte.

19h war Einlass, 20h Beginn: Wir waren gegen 19.30h da und groß war meine Überraschung, als sich herausstellte, dass unsere Karten Plätze exakt in der Mitte der ersten Reihe auswiesen - also der Frau Milster genau gegenüber!! So einen guten Platz hatte ich noch nie in meinem Leben! Die Überraschung war absolut gelungen!

Frau Milster bot uns ein Konzert, in dem sie 27 Musicalstücke ohne große Unterbrechungen innerhalb von zwei Stunden sang. Sie wurde auf dem Klavier von Herrn Prof. Harald Lierhammer und auf dem Keyboard von Frau Beatrix Michalski begleitet. Beide Musiker spielten hervorragend und es war ein Ohrenschmaus sie spielen zu hören.

Wer kennt die Stimme von Frau Milster nicht?! Sie präsentierte sich ohne Effekthascherei mit viel natürlichem Charme und zwischendurch erzählte sie kleine Anekdoten. Was mich ganz besonders bewegte, wie sie ihren Gesang, die Musik, in einer Einheit mit Körper und ihrer wunderschönen klaren Stimme bewegend gefühlvoll transportierte. Sie ist wirklich eine der ganz großen Diven, die wir noch haben.

Frau Milster wurde mit "standing ovations" belohnt und gab noch einige 
Zugaben. Welch eine Frau!




Für uns war es ein sehr sehr schönes beeindruckendes Erlebnis und wir werden diesen Konzertabend ganz bestimmt niemals vergessen!

© Ingrid Horn 




Mittwoch, 17. Oktober 2018

Haiku zum Herbst




Orchideenblüten

leuchten im herbstlichen Wald

Indisches Springkraut

© Ingrid Horn